Glüm verda pel schligerimaint dal trafic illa fracziun da Sta. Maria

Zusammenfassung der Pressemitteilung

Dieses Dokument ist eine bilinguale Pressemitteilung (auf Rätoromanisch und Deutsch) der Gemeinde Val Müstair vom 23. Oktober 2025. Sie kündigt eine wichtige Entscheidung für die Infrastruktur im Val Müstair an. Hier die Kerninhalte auf Deutsch (basierend auf der deutschen Version):

Hauptthema: Genehmigung der Umfahrungsstraße Sta. Maria
  • Der Schweizer Bund hat der Anpassung des kantonalen Richtplans Graubünden zugestimmt.
  • Dadurch wird die Umfahrungsstraße Sta. Maria (Nr. 10.TS.01) als verbindliches Projekt festgesetzt.
  • Ziel: Nachhaltige Entlastung des Verkehrs im historischen Dorfkern von Sta. Maria, Erhöhung der Verkehrssicherheit und Verbesserung der Lebensqualität für Einheimische, Gäste und Gewerbe.
Meilenstein für das Tal
  • Die Präsidentin der Gemeinde, Gabriella Binkert Becchetti, bezeichnet dies als historischen Moment nach über 40 Jahren Diskussionen.
  • Es geht nicht nur um Infrastruktur, sondern um den Erhalt des einzigartigen Ortsbilds, Sicherheit und Lebensqualität.
  • Dank an alle Beteiligten auf kantonaler (Tiefbauamt Graubünden – TBA, Amt für Raumentwicklung – ARE) und eidgenössischer Ebene (Departement UVEK unter Bundesrat Albert Rösti).
Details zur Planung
  • Die Variantenprüfung war sorgfältig und transparent: Die nördliche Umfahrungsroute wurde gewählt, da sie topografische, kulturelle und ökologische Aspekte optimal berücksichtigt und landschaftlich einpasst.
  • Der Bundesbericht vom 6. Oktober 2025 lobt die Abwägung von Interessen, insbesondere zum Schutz des Bundesinventars schützenswerter Ortsbilder (ISOS) und historischer Verkehrswege (IVS).
Ausblick
  • Nächste Schritte: Detaillierte Projektplanung und Optimierung der Straße.
  • Fokus: Landschaftliche Integration, Lärmschutz und begleitende Maßnahmen im Dorfkern (z. B. Verkehrsberuhigung, Fußgängerzonen, gestalterische Aufwertung).
  • Ziel: Sta. Maria als kulturell und touristisch wertvoller Ort stärken und die Lebensqualität weiter steigern.
  • Abschließendes Zitat von B. Binkert Becchetti: „Ein sicheres, lebenswertes und zukunftsfähiges Sta. Maria – für die Menschen, die hier leben, und für jene, die uns besuchen.“
Abschluss und Kontakt
  • Die Mitteilung endet mit Grüßen aus dem Val Müstair.
  • Kontaktdaten: Gabriella Binkert Becchetti, Präsidentin der Gemeinde Val Müstair (Adresse, Telefon, E-Mail: presidenta@cdvm.ch, Website: www.cdvm.ch).

https://stamariare.ch/wp-content/uploads/2025/10/h-15-sviamaint-sta-maria-festsetzung-rip-federal-23-10-2025.docx

https://www.engadinerpost.ch/news/2025/10/23/Meilenstein-fuer-Umfahrung-Sta-Maria

Brief an Dr. Carmelia Maissen, Departement für Infrastruktur, Energie und Mobilität, Kt. Graubünden

Offener Brief: Ortsumfahrung Sta. Maria, Val Müstair

Der Kanton Graubünden hat vor rund einem Jahr das Umfahrungsprojekt Sta. Maria den Eidgenössischen Fachkommissionen ENHK und EKD zur Prüfung vorgelegt. Die beiden Kommissionen kamen am 20. Februar 2023 zum Schluss, dass die vorgeschlagenen Umfahrungsvarianten nicht mit
den Erhaltungszielen des Bundesinventars der Schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS)
vereinbar seien; die Zufahrten zum Umfahrungstunnel würden die Ansicht von Sta. Maria im
Landschaftsbild beeinträchtigen.

Vor wenigen Tagen hat nun der Schweizerische Nationalrat die Motion Nr. 23.3435 von Ständerat
Dr. Jakob Stark angenommen. Die Motion mit dem Titel «Das ISOS soll die bauliche Entwicklung
und Verdichtung lenken, aber nicht verhindern» sieht eine Anpassung der bundesgesetzlichen Bestimmungen zum ISOS vor. Ausgewiesene öffentliche Interessen von Gemeinden und Kantonen
werden neu als gleichbedeutend mit dem nationalen Interesse an einem Ortsbild eingestuft.

Die Motion war vorher vom Ständerat und vom Bundesrat deutlich und ohne Gegenantrag unterstützt worden. Auch in der behandelnden Kommission des Nationalrats, der UREK-N, hatte das Anliegen zwei Drittel der Mitglieder überzeugt. Diese Ergebnisse belegen einen überaus deutlichen
politischen Willen zu mehr Ausgewogenheit und Fairness in der Auslegung des ISOS.

Die klare Weichenstellung der Bundesversammlung stellt für die geplante Umfahrung von
Sta. Maria einen entscheidenden Durchbruch dar. Für die Genehmigung der Umfahrung werden
nun zwei Voraussetzungen zentral sein: Erstens muss ein ausgewiesenes öffentliches Interesse an
dem Projekt bestehen; zweitens muss eine umfassende Interessenabwägung vorgenommen worden
sein. Für Sta. Maria sind beide Voraussetzungen bereits heute erfüllt.

Historical significance of the Val Müstair as a European transport route

Hans-Peter Schreich’s audio lecture highlights the historical significance of the Val Müstair as a European transport route. It combines two main topics: the development of political structures in the region (in particular the emergence of the Three Leagues) and the role of the Val Müstair in transit traffic across the Alpine passes. The lecture covers a wide range of topics, from prehistoric finds to the 20th century, highlighting the region’s eventful history under Roman, Frankish and Habsburg rule, and showing how traffic routes and the political balance of power influenced each other. Finally, the lecture describes the decline of the traditional mule tracks and the increasing importance of automobile traffic in the Val Müstair.

Transkription

 

Die Gemeindepräsidentin Val Müstair: „Die Abwanderung ist ein latentes Thema“

Politische Erfahrungen hat Gabriella Binkert Becchetti während vier Jahren als Kreispräsidentin (Richterin 1. Instanz), als langjährige Gemeinderätin sowie als Mitglied des Kantonalvorstandes und jetzt als Nationalratskandidatin der SVP Graubünden (Schweizerische Volkspartei) gesammelt. Sie verfügt über ein sehr gutes, breites Netzwerk und ist auch in Bundesbern keine unbekannte Größe.

 

Val Müstair: Umfahrung Sta. Maria abgelehnt

Die Ofenbergstrasse, die durch den Ortskern von Sta. Maria im Val Müstair führt, ist eng und während der Hauptreisezeiten häufig überlastet. Eine Umfahrung soll Besserung bringen. Die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) sowie die Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege (EKD) lehnen die vom Tiefbauamt Graubünden (TBA) im Rahmen des Richtplanverfahrens präsentierten Varianten in einem Gutachten vom Februar 2023 ab.

Für ein lebenswertes Sta. Maria und eine nachhaltige Umfahrungslösung

Sta. Maria liegt im bündnerischen Val Müstair auf 1’375 m ü. M. Das Dorf liegt direkt an der Hauptstrasse Nr. 28, die das Unterengadin über den Ofenpass mit dem Südtirol verbindet. Mitten im Dorfzentrum zweigt von der Hauptstrasse die Umbrailstrasse ab, die nach Bormio im Veltlin führt. Aufgrund dieser Lage als Strassendorf, ist Sta. Maria stark vom stetig wachsenden Durchgangsverkehr betroffen.

Kommentar von Jürg DaVaz:

Die beiden Hauptbeteiligten Jürg Davatz und Jörg Conrad, die sich im November 2020 dafür eingesetzt haben, dass das Projekt wieder angestossen wurde, sind in diesem Bericht nicht erwähnt!
Jörg Conrad wurde betreffs Umfahrung vorstellig bei RR Cavigelli in  Chur, welcher sich bereit erklärte, am 23.11.2020 eine grosses Konferenz mit allen zuständigen, wichtigen Personen einzuberufen.
Um dieses Treffen vom 23.11.2020 in Chur fachlich zu begleiten, haben Jörg Conrad und Jürg Davatz das Anwaltsbüro Bratschi in Zürich mit Frau Prof.Dr Häner und ihrer dafür zuständigen Protokollführerin arrangiert, um das von den Behörden vernachlässigte und aufs Eis gelegte Projekt Umfahrung Santa Maria mit RR Cavigelli juristisch korrekt zu vertreten und voranzutreiben.
Für die juristische Aufarbeitung der nicht beachteten Volksentscheide 1997 und 2013 im Vorfeld des Treffens,Prüfung der Unterlagen, Besprechung mit Klientschaft, Vorbereitung und Erstellung eines Protokolls  sowie das Schreiben und die Besprechung mit RR Cavigelli sowie Prüfung des Protokolls und Übersicht etc. sowie die Teilnahme von Frau Prof.Dr Häner zusammen mit der Protokollführerin und deren Stellungnahme an der Konferenz vom 23.11.2020 in Chur haben Jürg Davatz 20’000.- CHF und Jörg Conrad 10’000.-CHF investiert.
Zum Artikel selbst: Ich möchte die Verfasser des Artikels fragen, wieso die vielen Plakate „Umfahrung ist das Lösungswort“, die von den betroffenen Anwohnern selbst bezahlt und an den Hauswänden eigenhändig aufgehängt wurden, im Artikel nicht berücksichtigt sind? Die betroffene Bevölkerung zeigt doch klar und deutlich, wie sehr sie unter dem Lärm und den Abgasen leidet, Alarmwerte notabene. Wie nehmen Sie zu dieser Nichtbeachtung Stellung?
Zum Schluss möchte ich hervorheben, dass RR Cavigelli sofort, ohne wenn und aber, dazu bereit war, sich der ‚Umfahrung Santa Maria‘ anzunehmen und dieses Versprechen mit Elan an die Hand genommen und bis auf den heutigen Tag unterstützt hat.