Bio-Grischun-Publikumspreis 2022

Aufgrund der besonderen Lage vergibt Bio Grischun zum zweiten Mal neben dem Bio-Grischun-Preis einen Publikumspreis. Hier könnt ihr den Sieger mitbestimmen.

Die Meier Beck AG in Sta. Maria ist Bäckerei, Laden und Café zugleich. Bei ihren Produkten setzt das Unternehmen auf lokale Rohstoffe. Dafür ist es nun für den Bio-Grischun-Preis nominiert.

Chasa Chalavaina

Der Name «Chasa Chalavaina» – das Haus der Calven – ist kein Zufall. Der Legende zufolge hielt hier, auf der Brüstung der Lauben, der Bündner Heerführer Benedikt Fontana am Abend vor der berüchtigten Calvenschlacht seine letzte Ansprache an jene 6000 jungen Männer, die am 22. Mai des Jahres 1499 die doppelt so grosse Truppe der Habsburger in die Flucht geschlagen hatten. Fontana verlor im Kampf das Leben, seine letzte Herberge war somit die «Chasa Chalavaina».

«Chasa Chalavaina»

 

Umfahrung Sta. Maria: Information über den Stand der Arbeiten an die Bevölkerung

Im Herbst 2020 hat das Tiefbauamt Graubünden für das noch erforderliche Richtplanverfahren ein
umfassendes Variantenstudium an ein externes Planungsb0ro vergeben. Eine paritatisch
zusammengesetzte Arbeitsgruppe begleitet diesen Prozess intensiv und hat sich an drei Sitzungen
Ober den Arbeitsfortschritt und den Projektinhalt informieren lassen.

Der ursprünglich geplante Projektablauf sah vor, dass zu Projektbeginn ein Workshop mit den
Vertretern aus der Bevolkerung der Gemeinde Val Mostair durchgeführt werden sollte. Dieser musste
leider infolge der mit dem Coronavirus beschlossenen Massnahmen um ein Vierteljahr verschoben werden und fand am 23. und 24. April 2021 statt. Das beauftragte Planungsbüro hat die Resultate aus dem Workshop in der nachfolgenden Bearbeitung weiterentwickelt und im Variantenfächer berücksichtigt.

Die Erkenntnisse aus der Projektbearbeitung sowie den Begleitgruppensitzungen haben aufgezeigt.
dass noch weitergehende, vertiefte bzw. detailliertere Abklärungen getatigt werden müssen, die zum Teil zeitintensiv sind. Hierbei geht es u.a. um das Erkennen und Ausräumen von allfalligen
„Stolpersteinen“ in Bezug auf die Bewilligungsfahigkeit eines vorgeschlagenen Projektes.

Als Folge der erwahnten coronabedingten Verzögerung des Projektstartes sowie der aufwendigeren Projektbearbeitung bzw. Projekterarbeitung, verzögert sich der Abschluss des Variantenstudiums und somit die geplante offentliche Orientierung an die Bevölkerung. Neu ist vorgesehen, dass diese im Frühsommer 2022 durchgeführt wird. Unser gemeinsames Ziel ist nach wie vor eine baldmöglichste Festsetzung im Richtplan.

Die laufenden Arbeiten werden unter Einhaltung der erforderlichen Qualitat mit hoher Prioritat
weiterbetrieben.

Tempo 30 in Sta. Maria: Information über den Stand der Arbeiten an die Bevölkerung

Ende 2020 hat die Gemeinde eine Anfrage für die Zone 30 für die Fraktion Sta. Maria beim Kanton
eingegeben. Den ganzen Sommer 2021 wurden Geschwindigkeitsmessungen sowie Abklärungen
getatigt. Diese sind abgeschlossen und die Tempo-30-Zone Sta. Maria wird an der nächsten Sitzung der Kommission für die Festlegung differenzierter Höchstgeschwindigkeiten im Strassenverkehr (V-Kommission) behandelt. Diese findet am 9. Dezember 2021 statt. Bei einer positiven Empfehlung erfolgt danach die Verfügung und die Publikation im Kantonsamtsblatt für 30 Tage. Nach Eintritt der Rechtskraft kann die Gemeinde, Tempo 30 für die ganze Fraktion Sta. Maria einführen und entsprechend signalisieren. Wir sind uns bewusst, dass sich einige Anwohner eine schnellere Umsetzung erwartet haben, dies sind jedoch die notwendigen Zeiten um eine umfassende Abklärung tätigen zu können. Für die weitere Geduld danken wir den Anwohnern bestens. Einer Einführung zum oben genannten Zeitpunkt steht jedoch nichts im Wege.

Roger Staubli, Dipl. Bauing. ETH/SIA
Chef Strassenbau / Stv. Kantonsingenieur
Tiefbauamt Graubünden
Grabenstrasse 30 7001 Chur

Gabriella Binkert Becchetti
Presidenta Cumün da Val Müstair

MAS-CHALCH | SCHNER 2022 | NO.205

Der Mann von Aqua (L’hom da l’Aqua)

Der Mann von Aqua (L’hom da l’Aqua)

Der alte Janett von Aqua hatte grosse Schulden. Aber wer hat schon keine Schulden? Dumm war, dass er Steuerschulden bei der Gemeinde hatte. Diese nicht begleichen zu können, das wollte etwas heissen, damals. Am guten Willen hätte es nicht gefehlt. Aber die Summe von drei Golddukaten hatte er ganz einfach nicht. Was sollte er machen? Der Termin war längst verstrichen und Janett immer noch arm wie eine Kirchenmaus.

Der Steuerkommissar wusste gut, was Janett besass. So wusste er auch von dem schönen Schimmel. Der  würde auch ihm gefallen. Den könnte man verpfänden. Der alte Fuchs wusste jetzt schon, dass Janett nicht in der Lage sein würde, das Pfand wieder auszulösen. Er selber könnte das dann für ihn besorgen und günstig zu einem Ross kommen. So wurde es gemacht. Der Schimmel wurde verpfändet. Nach einiger Zeit zahlte der Kommissar dem Alten noch einen Golddukaten. Dann beglich er die Steuerschulden und der Schimmel gehörte ihm. Ein gutes Geschäft. Er hatte damit mindestens 10 Golddukaten gewonnen. Er ist halt mit allen Wassern gewaschen. Und jeder glaubt, er habe dem Alten einen Dienst erwiesen.

Aber dem Schimmel geht’s nicht gut. Er magert ab. Beim Holzführen stolpert er, bricht sich ein Bein und muss erschossen werden. Die Golddukaten des Kommissars haben gar keine Zinsen abgeworfen. Und was dann passiert: Der Geist des Schimmels von Aqua geht um. Mit dem zwölften Glockenschlag um Mitternacht wiehert er jämmerlich vor dem Stall. Er kommt zum Haus, schlägt einige Male an die Türpfosten und verschwindet dann, fliegt  talauswärts. Von jedem Schlag mit den Hufeisen bleibt im Holz ein runder Abdruck mit sieben Nagellöchern zurück. Die Pfosten sind ganz verschlagen.

Erst am Morgen kehrt der Schimmel zurück. Ein lautes Gepolter die alte Stiege hinauf bis auf den Dachboden. Drei Schläge an die Dachbalken, dass die ganze Hütte erzittert. Dann, nach einem zufriedenen Wiehern, gibt er endlich Ruhe. Bis um Mitternacht der ganze Zauber von neuem beginnt.

Gekürzt aus H.-P. Schreich-Stuppan, Geheimnisvolles Münstertal in Sagen und Legenden

Medizinische Versorgung in peripheren Regionen

Das Center da sandà im Val Müstair, Kanton Graubünden.

Im Kampf gegen den Pflegenotstand kommt den Gemeinden eine wichtige Rolle zu, vor allem in den Rand- und Bergregionen. Zu dieser Feststellung kam ein jüngst von der Plattform Interprofessionalität organisiertes Symposium mit dem Titel «Interprofessionelle Zusammenarbeit als Garant für den Zugang zur medizinischen Grundversorgung in peripheren Regionen?».

Medizinische Versorgung in peripheren Regionen