Susch ha pers la «poleposition»

Perquai cha l’Uffizi chantunal da construcziun bassa ha da far amo ulteriurs sclerimaints as retarda il proget dal sviamaint da Susch per bundant duos ons. Ils da Susch spettan daspö passa 50 ons da surgnir ün sviamaint.
D’incuort ha la populaziun da la fracziun da Susch surgni posta dal cumün da Zernez. La suprastanza cumünala ha infuormà davart il stadi dal sviamaint da Susch. Daspö passa ün mez tschientiner as esa in tschercha d’üna soluziun. E’l spettar cuntinuescha, na be per quels da Susch, dimpersè eir per tuot quels chi passan minchadi sü e giò da l’Engiadina.
Susch ha pers la «poleposition»
Deutsche Zusammenfassung von Dr. Livio Bundi
· „Das Projekt der Umfahrung Susch verzögert sich laut Artikel deswegen um mehr als zwei Jahre, weil das kantonale Tiefbauamt noch letzte Abklärungen treffen müsse. Die Leute von Susch würden nun seit über 50 Jahren auf eine Umfahrung warten.
· Im Dezember wäre seitens des Gemeindevorstands von Zernez eine Information betreffend Stadium des Projekts vorgesehen gewesen. Aufgrund der aktuellen Coronasituation habe man darauf verzichtet und die Einwohnerinnen und Einwohner hätten ein offizielles Informationsschreiben des Kantons erhalten.
· Das Tiefbauamt habe bereits vor drei Jahren auf die Entscheidung des Bundesgericht betreffend Umfahrung Schmitten warten wollen. Dieser Entscheid beeinflusse die Projektierungen von Umfahrungsstrasse in Graubünden. Ein Effekt davon sei, dass man als nächsten Schritt den Richtplan der Umfahrung Susch anpassen müsse. Deswegen müsse man verschiedene Varianten in Kombination mit Interessensabwägungen evaluieren, so das Tiefbauamt zum Stadium der Projektarbeiten. Von der Ausarbeitung bis zur Bewilligung des Bundes habe man mit einer Dauer von bis zu zwei Jahren zu rechnen.
· Der Gemeindepräsident ist vom Entscheid des Kantons desillusioniert, aber man könne daran nichts ändern. Die Projekte Umfahrung La Punt und St. Maria würden priorisiert.“

wartet seit 50 Jahren auf eine
Umfahrung. Und das Warten geht
weiter. Die Umfahrungen von
La Punt und Sta. Maria haben
Priorität.
Как только реализуют объезд Санта Мария…
Übersetzung aus dem Deutschen ins Russische: Margarita Cantieni-Davatz
schreibtechnische Unterstützung: Dr. Reto Cantieni-Davatz.
Zusammenfassung zum Rechtsgutachten „Umfahrung Süd Sta.Maria“
Das Dorf Sta. Maria im Val Müstair ist seit Jahren von massivem und massiv zunehmendem Durchgangsverkehr belastet. Die Gesundheit der Gemeindebevölkerung kann aufgrund des Strassenlärms sowie des Feinstaubs und der Abgase nicht mehr gewährleistet werden, die alten Gebäudefassaden nehmen Schaden und die Verkehrssicherheit ist nicht sichergestellt.
Zur Verkehrsentlastung wurden mehrere Umfahrungsprojekte geprüft. Im Zentrum steht seit Ende der 1990er-Jahre das Projekt „Umfahrung Süd“, bei dem der heute durch das Dorf führende Abschnitt der Ofenbergstrasse (H28c) neu südlich des Dorfkerns von Sta. Maria durchgeführt werden soll. Die betroffene Gemeinde hat sich bereits zweimal in einer Volksabstimmung für das Projekt „Umfahrung Süd“ ausgesprochen.
Sowohl im kantonalen Richtplan (derzeit in Revision) wie auch im regionalen Richtplan ist das Projekt „Umfahrung Süd“ im Sinne eines Zwischenergebnisses, aber nicht als Festsetzung vermerkt. In den kantonalen Strassenbauprogrammen 2017-2020 und 2021-2024 ist das Projekt „Umfahrung Süd“ mit der Bemerkung „Projektauflage erfolgt“ eingetragen. Dennoch ist die Projektauflage bis heute ausstehend.
Das Rechtsgutachten von Frau Prof. Dr. Isabelle Häner setzt sich mit den Fragen auseinander, ob der Kanton die Gemeindeinteressen der Gemeinde Val Müstair genügend beachtet, wie die beiden Volksabstimmungen rechtlich einzuordnen sind, und ob die Vorgehensweise der kantonalen Behörden eine Rechtsverzögerung darstellt. Ausserdem werden im Gutachten verschiedene Handlungsoptionen für die betroffene Bevölkerung in Sta. Maria aufgezeigt.
Zusammenfassung zum Rechtsgutachten „Umfahrung Süd Sta.Maria“ mit QR-Code für Spende

Rechtsgutachten Umfahrung Süd Sta. Maria, Val Müstair
Das Dorf Sta. Maria im Val Müstair ist seit Jahren von massivem und massiv zunehmendem Durchgangsverkehr belastet. Im Schnitt fahren täglich 2’340 Fahrzeuge durch Sta. Maria, während der Spitzenzeiten sind es über 5’500 Fahrzeuge täglich. Das Ver- kehrsaufkommen (DTV) ist in den letzten vom Bund gemessenen fünf Jahren 2012-2017 um über 10% gestiegen. Das Verkehrsaufkommen an Spitzentagen ist im gleichen Zeitraum um über 25% gestiegen. Kantonsweit gibt es nur zwei Messstellen die ein höheres Wachstum als für Sta. Maria ausweisen. Jedes Jahr wächst insbesondere auch der Anteil schwerer Sattelschlepper, Anhängerzüge und Motorräder. Die massive Lärmbelastung führt dazu, dass in Sta. Maria an vielen Stellen entlang der Hauptstrasse der Immissionsgrenzwert (IGW) für Lärm nach der Lärmschutz-Verordnung des Bundesvom 15. Dezember 1986 (LSV, SR 814.41) überschritten wird. Teilweise wird sogar der Alarmwert (AW) erreicht.
Rechtsgutachten Umfahrung Süd Sta. Maria mit QR-Code für Spende

Sobald die Umfahrung von Sta.Maria realisiert ist…
Text von Flurin Andry in der „Quotidiana“ vom 23.Oktober 2020 Übersetzung Marianna Gnägi-Cantieni, Ergänzungen Jürg Davatz
Die Stiftung Da Vaz bereitet sich vor, Kultur anzubieten
Das Münstertal wird in Sta.Maria ein kulturelles Zentrum erhalten. Der Künstler Jürg Davatz sieht vor, hier verschiedenste kulturelle Angebote zu realisieren, Ausstellungen, Lesungen und Vorträge. Wenn man durch Sta.Maria durchfährt, liest man dort, wo es am engsten ist, auf der Fassade eines alten Hauses „Fundaziun Da Vaz“. Um welche Art Stiftung handelt es sich, und wer ist der Initiant, wer sind die Initianten? Die FMR hat nachgefragt und sich in Verbindung gesetzt mit den Hausbesitzern Jürg und Ursula Davatz.
„Wildwestbedingungen in einem Dorf von grosser Schönheit“
Wie der Kunstmaler sagt, sollte die Stiftung Da Vaz eine Stiftung für das Publikum sein: „Ich habe die Absicht, hier ein kulturelles Zentrum zu schaffen für Ausstellungen meiner eigenen Bilder, aber auch Bilder anderer Künstler, für Vorträge und Lesungen. Wir haben renommierte Schriftsteller in unserem Tal, Tim Krohn und Donna Leon, und auch Einheimische wie Peter Roth.“ Er fügt bei, dass dieses Zentrum sich aber noch nicht geltend machen kann. „Im Sommer gibt es neben den Einheimischen wohl kaum Touristen, welche Lust haben, im täglichen Verkehrschaos, bei diesen Bedingungen wie im Wilden Westen, mit Lastwagen, Wohnmobilen, Autos, im Lärm der schweren Motorradkollonen vom Piz Umbrail her an die Fassaden gedrängt, kulturelle Angebote zu besuchen,“ meint Davatz.
Wie kommt ein Basler der in Zürich wohnt nach Sta. Maria?
Apaina cha’l sviamaint da Sta. Maria es realisà

La Val Müstair survgnirà a Sta. Maria ün ulteriur center cultural. L’artist Jürg Davatz prevezza d’organisar qua da tuotta sorts arrandschamaints culturals, exposiziuns, prelecziuns e referats. Cun passar tras Sta. Maria, là ingio chi’d es il plü stret, as legia sülla fatschada d’üna chasa veglia «Fundaziun da Vaz». Da che sort fundaziun as tratta qua e chi es l’iniziant? La FMR s’ha indreschida e’s missa in colliaziun cul proprietari da la chasa, cun Jürg Davatz.
Die Hartnäckige
Gabriella Binkert Becchetti spricht beim «Zmorga» über ihr neues Amt, Ausdauer und ihren Vater.
Sie sei mit dem Auto gekommen, sagt Gabriella Binkert Becchetti und betritt das Café «Caluori». Die 60-Jährige ist eigens aus der Val Müstair nach Chur zu einem späten «Zmorga» gereist. «Ich fahre wahnsinnig gerne Auto», sagt sie. Und ja, sie drücke gerne auch einmal ein wenig aufs Gas, aber den Fahrausweis habe sie noch nie abgeben müssen. Sie lacht.
Binkert Becchetti liebt das Tempo und hat Power und ebenso Ausdauer. Und dank Letzterer wurde sie Ende September als erste Frau zur Gemeindepräsidentin von Val Müstair gewählt (Ausgabe vom 28. September). Die SVP-Politikerin trat nach 2012 und 2016 zum dritten Mal zur Wahl an. Mit Erfolg – der amtierende Gemeindepräsident Rico Lamprecht muss seinen Posten auf Ende Jahr räumen.
Dieses Dorf will das Gift nicht mehr
Mals in Südtirol ist nach einem Volksentscheid offiziell pestizidfrei. Seither wird in der grenznahen Gemeinde gestritten. Ein Lehrstück über den landwirtschaftlichen Umgang mit Gift – und die Zukunft unseres Essens.
Val Müstair: Zwei Hotels, ein Platz, keine Zukunft

Sonja Conrad hat Mühe beim Putzen, sie spürt, dass etwas nicht gut ist. Conrad tut, was eine vorausschauende Frau, die nicht nur ein Hotel geführt, sondern auch vier Kinder grossgezogen hat, tun muss: Sie fährt ins Spital, um die Sache aus der Welt zu räumen, bevor sie für den «Hirschen» zum Problem werden könnte.
